Gospel Voices singen von Freude und Hoffnung
![]() Kriftel. «Gospels drücken Trauer, vor allem aber Freude aus. Die Musik ist einfach mitreißend.» Dolli Deisenroth, Sängerin bei den «Vitus Gospel Voices», fasste in Worte, was nicht nur die Musiker, sondern wohl auch viele Zuhörer beim Konzert am Samstag in der Sankt-Vitus-Kirche empfunden haben. «Ich fühle mich dabei glücklich», nannte die Choristin als Grund, warum sie sich mit dieser Musik beschäftigt. Begleitet von David Labonte am Schlagzeug, Pfarrer Andreas Unfried am E-Bass und ihrem Dirigenten Andreas Winckler am Klavier, präsentierten die «Vitus Gospel Voices» eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von bekannten und weniger bekannten Stücken, zeitweise wurde die Begleitband beim Konzert noch von der Saxofonistin Claudia Dahl verstärkt. Auf dem Konzertprogramm unter dem Motto «Gospel Train
Is Coming» standen «Hits» wie «Swing Low Sweet Chariot» oder «Kumbayah,
My Lord» ebenso wie das ruhigere «All Things Bright And Beautiful». Bei
einigen der Stücke trat eine Solistengruppe dem Rest der Sänger
gegenüber, der dann als «Background» fungierte. Der Chor sang dabei
immer präzise und mit vollem, runden Klang. Vor allem aber gelang es den
Sängern, etwas von der Freude und der Hoffnung, die in den Stücken zum
Ausdruck kommt, auf das Publikum zu übertragen. «Ist das Leben eine
Reise ins Ungewisse? Die Gospels erwecken nicht diesen Eindruck. Am Anfang
Deines Lebens hat jemand ja zu Dir gesagt.» So formulierte Pfarrer
Unfried die «Botschaft» des Konzerts in einem der Texte, die er zwischen
den einzelnen Programmteilen vorgetragen hat. |
Die «Vitus Gospel Voices» standen in der
Kirche mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne. Wenn sie zur Musik
klatschten, sich bewegten oder an den Händen fassten, wirkte das nicht
einstudiert, sondern als glaubwürdige Verstärkung der musikalischen
Aussage. Das Publikum ließ sich im Laufe des Abends von der Begeisterung
der Sänger immer mehr anstecken und zum Mitwippen und Mitklatschen
animieren. Dass dabei nicht immer Einigkeit darüber erzielt wurde, ob
eher auf dem betonten oder auf dem unbetonten Taktteil geklatscht werden
solle, schadete der guten Stimmung nicht im Geringsten. Für den lang
anhaltenden begeisterten Applaus bedankte sich der Chor mit mehreren
Zugaben. |